Lyrik


Wo der See umbiegt nach Süden: Literatur aus der Innerschweiz  

Lyrik erschienen in: «Wo der See umbiegt nach Süden: Literatur aus der Innerschweiz»
Orte Nr. 161, Schweizer Literaturzeitschrift

E de Bahn
Wie das jetz au scho donklet hed.
Aber es esch schön gsii.
Osennig schön.
Ond s’ Ässe esch verrockt guet gsii.
Esch jetz das aber au schön gsii.
De längscht Tag esch äbe scho verbii.
Wo mer jong gsii send hemmer Fröid gha
wenn’s früeh donkled hed.
Mer hend äbe aume eso lang müesse Öpfel ufläse.
Osennig schön esch es gsii höt, gäu.
Jetz nachtets scho i.


Im Bus
Ech ha jetz emmer Schmärze.
Wemmer aus eso wösst. Weisch.
Um Gwössnigs ome chonnt niemmer.
Guet weiss mer ned aus. Weisch.
Mer wösst jo nömme ie ond us.
Me cha nie wösse wemmer a d’Reihe chonnt. Weisch.
D’ Schmärze wärid jo no uuszhaute.
Aber dass mer ned weiss was no chonnt. Weisch.
Ond dass mer au no froh esch
Wemmer’s ned weiss. Weisch.
Wemmer aus eso wösst.
Aber s’weiss niemmer nüd. Weisch.
Wäge dem chasch z’Nacht ned schloofe
ond werweissisch ond werweissisch.
Weisch.



  Website: Nina Stössinger

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